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Rückkehr zur Allah (swt) - Wie bereut man seine Sünden?

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Ruqaya




Anmeldungsdatum: 31.05.2008
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 08.06.2008, 20:22 Antworten mit ZitatNach oben

salam


- Vortrag von Sayyid Qazwini -
Zusammengefasst von Hessam K.
~ AlHidayahHannover ~


Teil 1


Wenn wir geboren werden, sind wir sündenlos. Wir haben alle reine Herzen und sind noch spirituell Allah sehr nah. Aber wenn die Tage so langsam worüber gehen und wir allmählich älter werden, beginnen wir zu sündigen. Wenn wir sündigen, distanzieren wir uns von Allah. Die Sünde verhüllt unser Herz und unsere wahre Seele. Die Sünde füllt unser Herz und unsere Seele mit Bösem. Der Prophet sagte in einer Überlieferung, dass die Sünden, wie schwarze Punkte seien. Jedes mal wenn wir sündigen, entstehe ein schwarzer Punkt auf unserem Herzen. Wenn wir um Reue bitten, verschwindet der schwarze Punkt wieder. Wenn wir jedoch nicht bereuen und weiterhin sündigen, wird das Schwarze im Herzen anwachsen. Durch die Anhäufung von Sünden, wird unser Herz sterben.

In der Sura Ale-Imran steht: „Jene, die eine schändliche Tat begangen oder sich selbst unrecht getan haben, sollen sich Gott vergegenwärtigen und um Vergebung ihrer Sünden bitten. Wer, außer Gott, vergibt die Sünden?“ Wenn wir sündigen haben wir zwei Optionen: 1. Wir sündigen weiter und ignorieren unsere Schuldgefühle, sodass wir uns immer weiter von Allah distanzieren. 2. Wir bereuen und bemühen uns wieder zurück zu kehren zu Allah.

In einer Geschichte wird erzählt, dass eines Tages der Teufel zu einem Propheten kam und um Vergebung bat. Der Teufel bat diesen Prophet, Allah diese Botschaft zu überbringen. Der Prophet war einverstanden und teilte Allah, die Worte des Teufels mit. Allah war einverstanden und bereit Shaytan zu verzeihen, aber nur unter einer Bedingung: Er soll zum Grab von Prophet Adam (as) gehen und sich vor seinem Grab niederwerfen. Als Iblis diese Worte aus dem Munde des Propheten hörte sprach er: Als Adam noch lebte, warf ich mich nicht nieder. Nun wo er Tod ist, soll ich mich vor seinem Grab niederwerfen? Das werde ich niemals tun! Diese Art von Reue wird niemals angenommen werden, weil sie auf Heuchelei fußt. Wenn wir ständig weiter sündigen, erreichen wir einen Punkt, an dem es kein zurück mehr gibt. Reue zeigen, bedeutet zurück zu kehren zu Allah.
wasalam

_________________
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Ruqaya




Anmeldungsdatum: 31.05.2008
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 08.06.2008, 20:24 Antworten mit ZitatNach oben

salam


Teil 2

Imam Ali sagte in einer Überlieferung, dass es vier Bedingungen gäbe für Reue:

1.[ Reue im Herzen: Allah hat alle Menschen mit einem Bewusstsein ausgestattet. Wenn ein Gläubiger eine Sünde begeht, bekommt er ein schlechtes Gewissen und bereut nach kurzer Zeit seine Tat. Hier liegt der Unterschied zwischen einem Gläubigen und einem Ungläubigen. Der Ungläubige würde sich höchstwahrscheinlich gar nicht schuldig fühlen. Wieso auch, wird er sich sagen und seine schlechte Tat vergessen.

2. Die Reue bezeugen mit der Zunge: Allah sagt in der Sura Ale Imran: „Gott weiß genau, wer seine wahren Diener sind. Das sind diejenigen, die sagen (Anm.: Die mit der Zunge bereuen): "Unser Herr, wir glauben. Vergib uns unsere Sünden und schütze uns vor der Strafe der Hölle!" Sogar die Propheten und Imame baten um Vergebung, obwohl sie nie sündigten und vollkommen rein waren. Trotzdem baten sie Allah um Vergebung, damit wir daraus lernen. Sie baten ununterbrochen Allah um Vergebung. In Dua Kumail sagt Imam Ali: „So bitte ich Dich bei der Macht, (…)das Du mir in dieser Nacht und zu dieser Stunde jedes Vergehen, das ich gebrochen habe, und jede Sünde, die ich gemacht habe, und jede Hässlichkeit, die ich verborgen habe, und jede Torheit, die ich stattfinden ließ, gleich ob ich sie verborgen oder kundgetan habe, ob ich sie versteckt oder offenbart habe und jede schlechte Tat vergibst, die Du den edlen Schreibern befohlen hast, niederzuschreiben.“ Die beste Zeit um Allah um Vergebung zu bitten ist in der Nacht. Wenn alle Menschen schlafen und kein Auge geöffnet ist.

In einigen Religionen muss man jemanden seine Sünden erzählen z.B. einem Priester. Diese Person wird einem dann die Sünden vergeben oder Gott darum bitten. Im Islam gibt es so etwas nicht. Im Islam gibt es eine direkte Verbindung zwischen Allah und seinen Dienern. Allah verhüllt unsere Sünden und daher können wir Ihm vertrauen. In Dua Kumail sagt Imam Ali: „O Gott, o mein Beschützer! Wie viel Hässliches hast Du verhüllt! Wie viel bedrücktes Leiden hast Du behoben! Wie oft hast Du ein Straucheln aufgefangen! Wie viele Unglücke hast Du abgewendet und wie viel schönes Lob, dessen ich nicht wert war, hast Du verbreitet!“ Allahs Barmherzigkeit ist so groß, dass er uns sofort schützt, wenn wir eine Sünde begehen, sodass niemand davon etwas erfährt. Der heilige Prophet sagte, dass eine einzige Träne (von einem Bereuenden), die mitten in der Nacht vergossen wurde, ausreicht, um Ozeane von Allahs Zorn auszulöschen.

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Ruqaya




Anmeldungsdatum: 31.05.2008
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 08.06.2008, 20:29 Antworten mit ZitatNach oben

Teil 3


3. Die Organe müssen bereuen: Alles was wir versäumt haben, müssen wir nachholen. Wenn wir nicht gebetet haben, müssen wir beten. Wenn wir nicht gefastet haben, müssen wir fasten. Wenn wir nicht die Hajj gemacht haben, müssen wir zu Baytullah. Alles was wir zerstört haben, müssen wir wiedererrichten.

4. Versprechen niemals die Sünde zu begehen: Wenn wir unfähig sind unsere Triebe zu kontrollieren, begehen wir Sünden. Sünden sind ein Zeichen von Schwäche. Wir müssen lernen unseren Körper zu kontrollieren. Wir müssen Allah versichern, uns von der Sünde fernzuhalten. Niemand kann Allah belügen, weil Allah alles weiß und sieht.
Diese vier Schritte sind notwendig, damit uns Allah verzeiht. Der Prophet sagte, dass es in den Augen Allahs nichts Schöneres gäbe, als einen Gläubigen/eine Gläubige, der/die seine/ihre Sünden bereut. Imam Baqir sagte, dass Allah in diesem Moment zufriedener und glücklicher sei, als ein Mann der in der Wüste all sein Hab und Gut verliert und es später wieder findet.

Von dem großen Gelehrten Shaikh Tabarsi, wurde uns folgende Geschichte überbracht: Eines Tages bekam Shaikh Tabarsi einen Herzinfakt und wurde bewusstlos. Da die Leute um ihn herum keine medizinischen Kenntnisse besaßen, dachten sie er wäre Tod. So wuschen sie seinen Körper, veranstalteten eine riesige Beerdigungsprozession und begruben ihn. Als er bereits begraben war, wachte er in seinem Grab auf. Shaikh Tabarsi begann sogleich, Allah um Hilfe zu bitten. „Oh Allah errette mich!“ Shaikh Tabarsi versprach Allah, eine Quran-Interpretation zu schreiben, wenn er gerettet werden würde. Früher gab es viele Diebe, die nach Leichentüchern gruben. So passierte es dann auch, dass ein Dieb in der Dunkelheit zum Grab von Shaikh Tabarsi kam. Plötzlich sah der Dieb eine Hand, die sich aus der Erde streckt. Er sprang zurück und sah Shaikh Tabarsi sprechen: „Oh rette mich Diener allahs! Hilf mir. Ich hatte einen Herzanfall und die Leute dachten ich wäre Tod, daher begrub man mich. Hilf mir raus.“ Der Dieb half Shaikh Tabarsi aus dem Grab. Der Shaikh nahm den Dieb mit sich nach Hause und begann ihn Unterricht zu erteilen. Es gibt also Menschen, wie Shaikh Tabarsi und der Dieb, denen Allah mit einem Wunder auf den richtigen Weg hilft. Der Dieb bereute seine Taten aufrichtig und wurde ein guter Muslim. Shaikh Tabarsi schrieb die berühmte Quran-Interpretation „Majma' al-Bayan“.

wasalam

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