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Das Sterben (Der Tod)

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Ruqaya




Anmeldungsdatum: 31.05.2008
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 05.06.2008, 10:31 Antworten mit ZitatNach oben

Der Tod

Der Tod ist das erste Stadium der Reise. Dieses Stadium hat steile Abhänge und Haltestellen voller Schwierigkeiten, von denen wir zwei behandeln werden:

Erster Punkt: Die Trunkenheit des Todes


Der erste Punkt des Stadiums des Todes ist die Trunkenheit des Todes und die Härte der Trennung von der Seele.
Zu diesem Thema sagt Allah Der Erhabene Folgendes:

"Und die Trunkenheit des Todes ist wahrhaftig gekommen: „Das ists, dem du zu entrinnen suchtest.“ (50, 19)

Dieser Punkt ist von vier Seiten her mit Härte und Schwierigkeiten behaftet und für den Menschen auf dem Sterbebett eine sehr beschwerliche Station. Auf der einen Seite die Härte der Krankheit, deren schmerzen sowie die Lähmung der Zunge er erleidet und wie er seine Kräfte schwinden sieht, auf der anderen Seite wie all seine Kinder weinen, da sie ihn gerade verlieren, er ist traurig, dass seine Kinder als Waisen und schutzlos zurückbleiben. Andererseits erinnert er sich daran, mit welchem Kummer und Nöten er sein Leben verbrachte oder an die verschiedenen Listen und Intrigen oder an die Unrechtmäßigkeit und Ungerechtigkeit, mit denen er zu seinem Eigentum gekommen ist, dass er sich von seinem Reichtümern und Besitz trennen muss, an die Khums und Zakat, die er nicht gegeben hat sowie an all das viele Geld, das er verzehrt hat, ohne nach Halal oder Haram zu fragen, und daran, dass die Wege, all das nachzuholen, nun verschlossen sind. Der Mensch auf dem Sterbebett sieht, dass alles vorbei ist.
Wie auch Imam Ali (a.s.) in Nahj al- Balagha gesagt hatte:

Er denkt an die Besitztümer, die er angehäuft hat, bei deren Streben danach er nicht darauf geachtet hatte, ob es verboten [haram] oder erlaubt [halal] war und nahm sie aus ehrlichen und zweifelhaften (Quellen). Die Folgen seines Strebens, ihrer habhaft zu werden, hafteten ihm nun an, und er sah, wie sie sich von ihm trennten. Diese (Besitztümer) blieben für seine Hinterbliebenen, damit sie diese genießen und sich daran erfreuen. Es wird ein angenehmer (Erwerb) für die anderen sein, doch eine Bürde auf seinem Rücken. Er wird sie nicht loswerden können, und er wird sich in seine Hand beißen aus Reue für das, was vor ihm verborgen war von seinen Angelegenheiten in der Zeit seines Todes. Er wird sich von dem enthalten, was er in den Tagen seines Lebens zu wünschen pflegte, und er wird wünschen, dass derjenige, der ihn darum zu beneiden pflegte und auf ihn deswegen eifersüchtig war, es statt ihm erlangt hätte! Der Tod hörte nicht auf, seinem Körper zuzusetzen, bis auch seine Ohren wie seine Zunge sein werden (und ihre Funktion verlieren), und in dieser Lage ist er bei seiner Familie. Er spricht nicht mit seiner Zunge, noch hört er mit seinen Ohren. Er lässt seinen Blick über ihre Gesichter gleiten, sieht die Bewegungen ihrer Zungen, doch hört er nicht das Echo ihrer Worte. Der Tod hat seinen Einfluss auf ihn verstärkt und sein Sehsinn wird ergriffen werden wie sein Gehör, und sein Geist hat seinen Körper verlassen, und er ist ein Kadaver unter seiner Familie geworden. Sie sind von seiner Seite gewichen und haben sich von seiner Nähe entfernt. Er beglückt (und tröstet) keinen Weinenden (mehr), noch antwortet er einem Rufer. Dann trugen sie ihn zu einem kleinen Stück in der Erde und übergaben ihn dort seinen Taten (dass er sie sähe) und hörten auf, ihn zu besuchen."


Andererseits wird jemand, der auf dem Sterbebett liegt, von dem Schrecken ergriffen, in eine andere Welt überzugehen; er sieht alles, was sein Auge früher nicht gesehen hat.
Allah sagt:
"Wahrlich, du warst dessen achtlos. Doch heute haben Wir dir den Schleier von deinen Augen genommen, und scharf ist dein Blick heute. “ (50, 22)
Einerseits sieht er, wie der Hl. Prophet (s.a.s.) und seine Ahl al- Bait sowie die Engel des Zorns sich versammelt haben, um über ihn ein Urteil zu fällen oder ihm einen Rat zu geben, und auch, wie der Shaitan und seine Helfershelfer ihn in Zweifel stürzen wollen und wollen, dass er etwas tut, was dazu bringt, diese Welt ohne Iman zu verlassen, und andererseits wird er von Angst und Schrecken erfasst, wie wohl der Todesengel kommen und seine Seele nehmen wird.

“Schwere Sachen werden ihnen zustoßen: Die Trunkenheit des Todes, das Wehklagen des Vernichtet werdens, der sich auf sich herabsenkt und sie verlieren das Bewusstsein, ihre Farbe schwindet.”
Kulayni (ra) überliefert von Imam Sadiq (a.s.) folgendes:
“Imam Ali (a.s.) hatte eine Augenkrankheit. Rasulullah (s.a.s.) kam ihn besuchen und sah, dass Ali vor Schmerzen klagte. Als er das sah, sagte Rasulullah (s.a.s):
´Kommt dein Klagen von mangelnder Standhaftigkeit, oder weil dein Schmerz so heftig ist?`´, und Imam Ali (a.s.) antwortete Folgendes:
´Oh Rasulullah, ich habe noch keinen ärgeren Schmerz erlebt als diesen.” Da sagte Rasulullah (s.a.s):
´Oh Ali, Wenn der Todesengel die Seele des Kafirs holen kommt, dann bringt er einen Spieß aus Feuer mit sich, und mit diesem Spieß reißt er ihm die Seele heraus! Und deswegen schreit die Hölle heftig auf. ´ Als Imam Ali (a.s.) diese Worte gehört hatte, setzte er sich auf und sagte:
´Oh Rasulullah, erzähle mir dies noch einmal, denn es ließ mich meinen Schmerz vergessen!´Dann fragte er: ´Gibt es etwa welche aus deiner Ummah, denen auf diese Art die Seele entrissen wird?´, und Rasulullah (s.a.s.) erwiderte :
´Ja, und zwar dem ungerechten Herrscher, dem, der das Eigentum der Waisen zu Unrecht verzehrt und dem der eine lügenhafte Zeugenaussage macht.´”

Die Dinge, die die Trunkenheit des Todes erleichtern :

1. Güte gegenüber den Eltern und Verwandten:

Sheikh Saduq (r.a.) überliefert Folgendes von Imam Sadiq (a.s.):
“Wer wünscht, dass ihm Allah Der Erhabene die Trunkenheit des Todes erleichtern möge, der soll seinen Verwandten und Eltern Güte erweisen. Wer das tut, dem wird Allah der Erhabene die Schwierigkeiten des Todes erleichtern und er wird in seinem Leben niemals arm werden.”

Es wurde überliefert, dass der Gesandte Allahs (s.a.s.) zu einem jungen Mann kam, der im Sterben lag und zu ihm sagte:
“Sage: ´La ilaha illallah´, doch die Zunge des jungen Mannes war gelähmt und er konnte es nicht sagen. So oft der Prophet (s.a.s.) es auch wiederholte, er konnte es irgendwie nicht sagen. Da sagte der Gesandte Allahs (s.a.s.) zu der Frau, die am Bett des jungen Mannes stand: ´Hat dieser junge Mann eine Mutter?´ ´Ja, ich bin seine Mutter´, erwiderte sie. ´Bist du zornig auf ihn?´, fragt der Gesandte Allahs. ´Ja´, erwiderte sie, ´seit sechs Jahren habe ich nicht mehr mit ihm gesprochen.´
´Sei zufrieden mit ihm´, sagte der Prophet (s.a.s.), und die Frau sagte daraufhin:
´Mit deiner Zufriedenheit möge Allah der Erhabene mit ihm zufrieden sein´, und als die Frau mit diesen Worten ihre Zufriedenheit mit ihrem Sohn zeigte, löste sich die Zunge des jungen Mannes, und der Prophet (s.a.s.) sagte: ´Sage : La ilaha illallah´, und der junge Mann sagte: ´La ilaha illallah´. Darauf fragte der Prophet (s.a.s.): ´Was siehst du?´ ´Ich sehe einen schmutzigen, übelriechenden und in schwarze und hässliche Kleidern gehüllten Mann, der zu mir gekommen ist und mich am Hals packt.´
Da sagte Rasulullah (s.as.), dass der Junge Folgendes sagen sollte:
“Ya man yaqbalul yasir wa ya´fu an´il kathir, iqbal minni´l yasir
Wa ´fu anni´l kathir. Innaka anta´ö ghafur´ur- rahim.´ (Oh Du, Der Du das Wenige (an Gottesdienst) annimmst und das Viele (der Sünden) verzeihst! Nimm das Wenige 8an Gottesdienst) von mir an, und vergib mir das Viele (der Sünden). Wahrlich, Du bist der Allverzeihende, der Barmherzige.´ Nachdem der Junge diese Worte wiederholt hatte, sagte Rasulullah (s.a.s) zu ihm : ´So schau, was siehst du jetzt?´, und er antwortete: ´Jemand mit weißem und schönem Gesicht, mit duftenden und sauberen Kleidern ist zu mir gekommen, und dieser schwarze Mann wendet sich ab und geht.´ Rasulullah (s.a.s.) verlangte von ihm, den gleichen Satz nochmal zu wiederholen; er tat es. Dann fragte ihn Rasulullah (s.a.s.), was er jetzt sähe, und er sagte: ´Den schwarzen Mann sehe ich nicht mehr, dieser mit hellem Gesicht ist bei mir´, und starb.”
So denke über dieses Hadith gut nach und siehe, was es für schlechte Folgen nach sich zieht, wenn man gegen die Mutter aufsteht und was es für Einflüsse hinterlässt.
Dieser Junge obwohl er zu den Gefährten des Propheten der Barmherzigkeit (s.a.s.) gehörte , der ihm bei seinem Besuch die Shahadah vorsagte, konnte es nicht sagen.
Aber kaum dass seine Mutter mit ihm zufrieden war, löste sich seine Zunge, und er konnte diesen Satz aussprechen.

2. Den Gläubigen helfen :
Darüber ist von Imam Ja´far as – Sadiq (a.s.) dieses Hadith überliefert:
“Wer seinem gläubigen Bruder ein Winter- oder Sommerkleid gibt, den wird Allah der Erhabene mit Paradieskleidung einkleiden, ihm die Trunkenheit des Todes erleichtern und das Grab weit machen.”
Vom Gesandten Allahs (s.a.s) wurde dies überliefert:
“Wer seinem gläubigen Bruder Halwa zu essen gibt, dem wird Allah der Erhabene den Schmerz des Todes nehmen.”

3. Beim Sterbenden Qur´an und Du´a verlesen


Damit die Seele schneller und leichter genommen wird und er sie leichter abgeben kann, gehört das Verlesen der Suren Yasin und Saffat sowie von Faraj:

“La ilaha illallahu´l halim´ul karim. La ilaha illallah´ul- aliyyu´l azim. Subhanallahi Rabb´is- samawat´is- sab´i wa Rabb´il aradhin´as-sab´, wa ma fihinna wa ma bayna- hunna wa Rabb´il arsh´il azim, wa´l hamdu lillahi Rabbi´il – alamin.” (Anmerkung: es ist auch mustahabb, das im Qunut der täglichen Gebete zu lesen).
4. Das Fasten im Monat Rajab:

Sheikh Saduq (r.a.) überliefert von Imam Ja´far al- Sadiq (a.s.):

“Wer im Monat Rajab am letzten Tag fastet, den wird Allah vor der Härte der Trunkenheit des Todes, der Angst nach dem Tod und der Strafe im Grab sicher machen.”


Aus: "Ahiret menzilleri"
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Reise



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